Vegane Stiefel von Vegetarian Shoes, Dr. Martens und Shoezuu im Vergleich

Ihr Lieben

Für viele sind solche „Springer“-Stiefel längst nicht mehr nur für Gruftis und Punks tragbar, sondern wirklich alltagstauglich geworden. Ich gebe es zu, für mich und mein Herz gehören Boots fest zu Bier und Metalkonzerten, ich trage die Stücke aber auch gerne zu einem Blümchenkleid und der Kunstlederjacke im Büro. Erlaubt ist ja ohnehin alles, was gefällt. Hier mag ich euch die bekanntesten veganen Vertreter der (bei mir immer schwarzen) Treter vergleichen! Ich habe alle drei Paare einige Stunden bis einige Tage getragen, die Bilder wurden nach dem Tragen gemacht.

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Modell: Dr. Martens 1460 VEGAN
Preis: 180 €
Grössen: Den Schuh gibt es von 35 – 48 (UK 2,5 – 13).
Ethik: Nunja, Docs sind ja bekannt fürs Leder, die Firma verkauft hauptsächlich Waren aus Rindsleder. In meinen Docs steht Made in Vietnam. Könnte sicher alles optimaler sein, trotzdem mag ich, dass eine so grosse Firma nun auch vegane Produkte anbietet.

Modell: Vegetarian Shoes Airseal Boulder Boot mit der Street Sole
Preis: Bei Avesu 159 € (Beim Hersteller £ 104,95)
Grössen: Den Schuh gibt es von 35,5 – 50,5 (UK 3 – 15).
Ethik: Wie der Name schon sagt, hat sich der Hersteller auf vegetarische, sogar vegane Schuhe spezialisiert. Mein Stiefel ist Made in England. Ansonsten habe ich keine besonders erwähnenswerten Punkte gefunden, da wäre sicher auch noch Luft nach oben.

Modell: Shoezuu 8 Eye UK Boot Black
Preis: 134,95 €
Grössen: 36 – 47
Ethik: Ja! Die Schuhe werden fair in Portugal produziert. Ober- und Innenmaterial sind aus High Tech Mikrofasern und Oeko-Tex-Standart 100 zertifiziert. Die Mikrofasern wurden CO2 frei hergestellt, die Sohle ist aus PVC.

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Links: Dr. Martens / Rechts: Shoezuu
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Links: Dr. Martens / Rechts: Vegetarian Shoes

Grössen: Ich habe mir alle Schuhe in der UK-Grösse 3 oder deutsche Grösse 36 bestellt. Vegetarian Shoes schreibt aber, dass der Stiefel bis zu einer Nummer grösser ausfällt. Dem kann ich nur zustimmen, er ist mir fast eine Nummer zu gross. Für mich passt das aber, so habe ich eine Wintervariante mit Plätz für Einlegesohlen für dicke Socken. Den Doc würde ich eher als 35 3/4 beschreiben, der fällt doch recht knapp aus, obwohl die Sohlenlänge gleich ist wie die des Shoezuu. Allerdings würde ich euch dazu raten, die Treter irgendwo zu probieren. Der Shoezuu fällt als einziger wirklich wie eine 36 aus.

Aussehen: Das ist natürlich Geschmackssache, ich mag aber die klassischen Docs einfach supergerne. Alle Modelle sind leicht glänzend aber nicht lackig, der Doc sieht in meinen Augen am hochwertigsten aus, der Vegetarian Shoes recht billig. Der Shoezuu ist einiges feiner als seine Konkurrenten und sieht für mich einiges besser als der von Vegetarian Shoes aus, lediglich die Naht zwischen Sohle und dem Rest des Schuhs gefällt mir hier nicht so. Alle Kunstlederarten unterscheiden sich von der Optik und vom Gefühl beim Anfassen, innen sowie aussen. Der Shoezuu ist etwas fester als die beiden anderen, dabei aber nicht hart oder sperrig. Durch etwas festeres Material bilden sich auch weniger Falten, welche man besonders bei lederfreien und oft getragenen Schuhen sieht.

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Sohlen: Dr. Martens / Vegetarian Shoes / Shoezuu (den Shoezuu habe ich bisher am längsten getragen!)

Beim Tragen: Von den Boots von Vegetarian Shoes bekomme ich an den Knöcheln nach und nach Druckstellen und Blasen, das Problem wird sich nach dem Einlaufen aber wohl gelöst haben. Die Docs sind für meine eigentlich normalen aber vorne breiten Füsse doch heikler. Am Spann drückt die Naht richtig doll, also oben auf dem Schuh und zwar da, wo die Zunge angenäht ist. Ich bekomme keine Blasen aber richtige Druckstellen, die nach einigen Stunden auch blau werden. Dafür gibt es sonst keine Blasen. Der Shoezuu ist wirklich sehr bequem, ich bekomme keine Blasen oder Druckstellen. Nach vielen Stunden an Konzerten in heissen und stickigen Hallen rumstehen ist er mir aber etwas zu eng beim kleinen Zeh, er ist schmal gearbeitet und meine Füsse eben irgendwie nicht, die 37 ist mir aber zu gross. Ich muss und will und werde eindeutig alle (besser) einlaufen. Das dauert bei veganen Materialien anscheinend sogar länger als bei Leder, aber funktioniert ebenfalls.

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Dr. Martens / Vegetarian Shoes / Shoezuu

Fazit: Klarer Sieger ist der Stiefel von Shoezuu. Er ist der günstigste Schuh im Test und trotzdem als einziger fair und so umweltfreundlich wie möglich produziert, dazu ist er als einziger richtig bequem. Optisch gefällt mir der Doc noch ein  Bisschen besser, der Shoezuu ist jedoch etwas feiner von der Form her und dadurch wirklich zu fast allem tragbar, jedenfalls für mich. Der Vegetarian Shoes ist relativ klobig, sieht nicht so hochwertig aus wie die beiden anderen und kann weder durch Preis noch durch Komfort überzeugen, er bleibt aber als Wintermodell, weil ich nur bei ihm mit zwei Paar dicken Socken Platz finde.

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Habt ihr auch ein Paar?
Welche gefallen euch am besten?

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2 Gedanken zu “Vegane Stiefel von Vegetarian Shoes, Dr. Martens und Shoezuu im Vergleich

  1. Empfehle den „Airseal Paddock Boot“ (hiess frueher „Stable Boot“) von Vegetarian Shoes, den kann man aufgrund der Musterung zur Not (unter der Hose) auch ins Office tragen.

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