Haarwäsche ohne Abfall – Haarseife und festes Shampoo

Meine Lieben

Ich habe einen längeren Artikel über verschiedene Haarwaschmethoden geplant und schon teilweise geschrieben. Der wird aber sehr lang und etwas liegt mir gerade besonders am Herzen: euch den Unterschied zwischen festem Shampoo und Haarseife zu erklären und Tipps zur Anwendung zu geben. Beide sind sehr ergiebig und oft unverpackt, es fallen also keine Müllberge an.

Was ist ein festes Shampoo?
Festes Shampoo, Shampoobar oder Solid Shampoo sind einige der Namen, die alle das gleiche beschreiben: ein Shampoo am Stück. Etwas haben aber alle Shampoos – egal ob fest oder flüssig – gemeinsam, sie reinigen mit Tensiden. Tenside sind waschaktive Substanzen, die die Löslichkeit von Fett- und Schmutzpartikeln am Haar in Wasser erhöhen. (Damit lässt sich als Dreck, Öl und anderes Zeug einfach entfernen, was Wasser alleine nicht schaffen würde!) Die dabei verwendeten Tenside sind ganz unterschiedlich, einen kurzen Abriss findet ihr bei Magi-Mania. Dabei möchte ich euch einmal mehr zertifizierte Naturkosmetik ans Herz legen, die enthaltenen Tenside sind oft milder und besser verträglich und sie richten im Abwasser viel weniger Schaden an.
Mit einem Bar von etwa 50 Gramm können etwa drei Flaschen herkömmliches Shampoo ersetzt werden. Es ist nicht nur leichter und lässt sich einfacher transportieren, zum Beispiel auf Reisen, es ist viel ergiebiger und verglichen mit dem gleichen Produkt in flüssiger Form auf Grund der fehlenden Verpackung umweltschonender. Leider gibt es heute noch nicht sehr viele Produkte in fester Form, die Auswahl ist also etwas kleiner. Den Vergleich von Shampoobars von Lush und SauberKunst könnt ihr hier unter dem Punkt „Achtung reizend: Shampoos“ nachlesen. Wenn ihr ein Produkt nicht vertragt, steigt auf eines ohne Duft- und Farbstoffe und mit milden Tensiden um.

Was ist eine Haarseife?
Haarseife bitte nicht mit festen Shampoos verwechseln!
Eine Haarseife reinigt nicht mit Tensiden sondern mit verseiften Ölen. Ist also etwas völlig anders. Bei der Herstellung bilden Natriumhydroxid (NaOH) und Öle in einer chemischen Reaktion glycerinhaltige Seife, von der NaOH-Lauge ist im Endprodukt nichts mehr enthalten.
Mittlerweile gibt es diverse Anbieter, die vegane Haarseifen für unterschiedliche Bedürfnisse verkaufen. Eine gute Infos zu Seifen findet ihr auch bei Kupferzopf. Wichtig ist nach jeder Seifenwäsche eine saure Rinse, um den Kalk im Wasser zu neutralisieren, weil es sonst zu einem schmierigen Belag auf den Haaren kommen kann. Für eine Saure Rinse gebt ihr etwa einen Esslöffel Zitronensaft oder Essig in einen Liter kaltes Wasser und giesst die Mischung nach der Wäsche über die Haare. Bei Bedarf könnt ihr die Rinse stärker oder schwächer machen oder sie mit klarem Wasser ausspülen, das ist aber oft nicht nötig und der Essigduft verfliegt rasch. Haarseifen unterscheiden sich von Hand- und Körperseifen durch eine meist geringere Überfettung (also einem Überschuss der Öle ). 2-5% sind Werte, mit denen viele Haare klarkommen. Da müsst ihr euch aber etwas durchprobieren, falls die Haare zu trocken werden oder trotz saurer Rinse und sehr gutem Ausspülen strähnig bleiben.

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Vegane Bezugsquellen
Hier eine kleine Auswahl an Shops, natürlich gibts es noch sehr viele mehr!
Feste Shampoos findet ihr zum Beispiel bei Sauberkunst (im Shop gibt es auch eine Haarseife), Creamy Stuff oder Lamazuna.
Vegane Haarseifen findet ihr beispielsweise bei Savion oder bei der Seifenmanufaktur Mehlhose.

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