Sonnenschutz – Lotionen, Sprays und Cremes

Warum Sonnenschutz?
Sonnenbrand. Unschön und vor allem schmerzhaft und sehr gefährlich. UV-Strahlen kann man weder sehen noch fühlen. Ein Grund mehr zur Vorsicht, wenn man sich in der Sonne aufhält! Denn eine UV-Menge, die man im Moment gar nicht spürt, kann bereits einen Sonnenbrand verursachen. Das UV-Spektrum der Sonnenstrahlung wird unterteilt in kurzwellige UVB-Strahlung und langwellige UVA-Strahlung. Und auch wenn die Haut nicht rot wird, heisst das nicht, dass keine Strahlen (UVA/UVB) Schaden anrichten können. Mit einfachen Mitteln können wir uns schützen…

– Sonnenbrille mit einem vollständigen UV-Filter (100% UV-Schutz bis 400 Nanometer)!
– Kopfbedeckung
– Kleider (ev. sogar mit UV-Schutz)
– Schatten
– Und natürlich: Sonnencremes.

UV-Filter: mineralisch oder chemisch oder wie?
Mineralische (= physikalische) Filter machen die Haut weiss und der Schutz ist noch nicht abschliessend geprüft. In einigen Ländern sind Sonnencremes nur mit mineralischem Filter, also z.B. mit Zinkoxid, sogar verboten. Sonnencremes auf physikalischer/mineralischer Basis arbeiten mit Mikropigmenten (z.B. Titandioxid), die sich beim Auftragen als hauchdünne Schicht auf die Haut legen und die UV-Strahlen wie ein Spiegel reflektieren. Das macht weiss, ist aber gut verträglich weil die Wirkung auf der Haut und nicht darin stattfindet.
Organische (= chemische) UV-Filter sind Substanzen, welche UV-Strahlen aufnehmen und in Wärmestrahlen umwandeln.

Um unterschiedliche UV-Strahlen und unterschiedliche Wellenlängen-Bereiche möglichst gut abzudecken und einen bestmöglichen Sonnenschutz zu gewährleisten, müssen mehrere Lichtschutzfilter in einem Produkt kombiniert werden! Es gibt nichts, was pauschal vor der Sonne schützt. Aber es gibt diverse aufwändig und regelmässig geprüfte Sonnenschutzcremes. Auf Logos und Tests von Dermatologen und Krebsligen kann man beim Kauf ebenfalls achten. Als Schutz vor der Sonne unbedingt ein dafür vorgesehenes Produkt verwenden. Ebenfalls sollten die Hinweise auf der Packung betreffend der benötigten Menge und der Haltbarkeit beachtet werden.

Natürliche Alternativen?
Die Frage sollte sich nun erübrigt haben. Auch wenn einige Pflanzenöle von Natur aus einen geringen und oft schwankenden Lichtschutzfaktor (LSF) haben, ist das leider nur die halbe Wahrheit. Der LSF ist ein Maß für den UVB-Schutz. Sonnenschutz soll auch vor Schäden durch UVA- und Infrarot-Strahlen schützen. Man nennt diesen Schutz auch Breitbandfilter, solche Mischungen lassen sich nicht selber herstellen, das Risiko für schädliche Folgen ist zu gross für unüberlegte Experimente. Mittlerweile gibt es aber Sonnenschutzmittel in Naturkosmetik-Qualität zu kaufen.

…und vegan?
Unterschiedliche vegane und selbstverständlich auch tierversuchsfreie Sonnenschutzmittel findet ihr mittlerweile von diversen Anbietern. Sehr günstig sind die DM-Eigenmarken Sundance und alverde (Naturkosmetik). Welche Produkte vegan sind, könnt ihr auf dm.de nachlesen.
Ausserdem bieten Hersteller wie Eco oder Lavera diverse Sonnenschutzmittel an. Die gibt’s online oder in Bioläden. Ausserdem gibt es aus der Apotheke von Louis Widmer einige vegane Sonnencremes (achtung, einige enthalten Bienenwachs!). Auch bei Paulas Choice gibt es eine Auswahl an veganen Sonnenschutzmitteln.

Quellen und weiterführende Informationen:
http://www.bag.admin.ch/uv_strahlung/10653/index.html?lang=de
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Sonnenschutzmittel
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=3124

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