Vegan, tierversuchsfrei, knallrot und kussecht!

Lange habe ich nach einem roten Lippenstift gesucht, der den ganzen Tag hält, egal was ich esse oder trinke. Mir ist es sehr wichtig, dass meine Kosmetikprodukte vegan sind und die Hersteller keine Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben.

Im Internet bin ich dann auf die Firma Lime Crime gestossen. Lime Crime wurde im Jahr 2008 von Doe Deere in Los Angeles gegründet und vertreibt eine kleine aber feine Auswahl an dekorativer Kosmetik unter dem Motto „Lime Crime is synonymous with innovative, vegan & cruelty-free makeup for fashion forward girls around the world.“ Die Produkte sind also originell, vegan und ohne Tierversuche.
Ich habe direkt auf http://limecrime.com/ einen Lippenstift bestellt. Der Versand zu mir in die Schweiz ist möglich und verhältnismässig günstig. Bitte beachtet, dass bei internationalen Bestellungen Zölle, Steuern und andere Gebühren anfallen können.

Entschieden habe ich mich für den Velvetine Liquid-to-Matte Lip Stain in der Farbe Red Velvet. Nach der Bestellung hatte ich etwas Angst, dass die Farbe, die als Gloss aufgemacht ist, den langen Transport nicht unbeschadet übersteht. Meine Befürchtungen waren aber absolut unbegründet, die Farbe kam in Seidenpapier eingewickelt in einer unscheinbaren, kleinen, weissen Schachtel. Beim Öffnen war ich total überrascht, wie liebevoll die Box gestaltet und der Inhalt verpackt wurde. Die Lieferzeit betrug rund zwei Wochen.

SAM_2838 SAM_2841Und nun zum Produkt: Die Farbe ist flüssig und befindet sich in einem Fläschchen aus Kunststoff. Gemäss Verpackung lässt sich die Farbe ohne Lipliner auftragen. Das funktioniert wunderbar, sofern man nur ganz wenig Farbe auf dem Applikatorschwämmchen hat. Eine ganz dünne Schicht genügt, die Farbe trocknet innerhalb weniger Sekunden und verliert ihren Glanz. Die Lippen werden mit der Zeit leider etwas trocken, fetthaltige Lippenpflege kann man nicht über das Produkt auftragen, weil sich die Farbe sonst löst. Daher sollte man die Lippen pflegen und die Farbe danach auf die gereinigten Lippen auftragen. Das Ergebnis ist eine intensive, satte Farbe ohne Glitzerpartikel oder Glanz. Das gefällt mir besonders gut!

Und nun zum Halt: Das Produkt hält wirklich gleich gut, wie andere, bekannte Hersteller! Wenn man stakt reibt oder öliges isst, löst sich etwas Farbe ab. Bei Bedarf lassen sich kleine Stellen aber ganz einfach ausbessern. Zum Abschminken kann man Öl oder einen Entferner für wasserfestes Make-up verwenden.

53Z65Fazit: Daumen hoch! Der etwas teurere Preis und der weite Versand mit Wartezeit schrecken mich nicht ab. Ich werde wieder bei Lime Crime bestellen und die Produkte weiterempfehlen, weil ich Freude an kleinen, ausgeflippten Unternehmen habe, die sich für Tiere einsetzen. Die Farbe hält ihre Versprechen und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, weil die Lippenfarbe sehr ergiebig ist.

Mittlerweile durfte auch die Farbe „Wicked“ in meinen Schminktisch einziehen. Und ein Unicorn Lipstick in der Farbe Poisonberry. Die beiden Farben machen ihrem Namen ebenfalls alle Ehre.

Kleiner Nachtrag zur Gerüchteküche rund um Doe Deere und Lime Crime. Davon halte ich nämlich folgendes: nichts.
Der Onlineshop hatte wohl ein Problem mit der Sicherheit und die Seite wurde gehackt. Im Onlinezeitalter nichts wirklich aussergewöhnliches. Bis auf den enormen Shitstorm und die Eigendynamik, die die Vorfälle ausgelöst haben. Mittlerweile ist jedenfalls alles wieder sicher und Lime Crime hat mehrfach öffentlich Stellung bezogen. Gerüchte, dass die Produkte doch nicht vegan und nicht tierversuchsfrei und ohnehin nur Billigstprodukte sind, die umetikettiert wurden kursieren gerade haufenweise. Komplett ohne Beweise oder stichhaltige Erklärungen. Kauft die Produkte oder lasst es bleiben – aber bitte ohne rufschädigende Infos zu verbreiten, weil angeblich die Freundin einer Cousine der Schwiegermutter herausgefunden hat, dass…
Nachtrag: Im Artikel Lime Crime und die nicht enden wollenden Gerüchte… steht mehr.

Advertisements